13.–16.09.2012
Beginn
13.09.2012, 15.00 Uhr
Ende
16.09.2012, ca. 17.00 Uhr
Begleiter
Alfons Holzer und
Gerhard Herb
Preis
1.150,– €
Dauer
3,5 Tage
Christina Kral-Voigt, Kundenberatung,
Tel. 0 83 94 / 9 10 – 4 15
E-Mail: seminare@mcsl.de
Die Allgäuer Alpen geben den beeindruckenden Rahmen für dieses außergewöhnliche Seminar. Die Teilnehmer begehen einen der geschichtsträchtigsten Pilgerwege in unserer Region. Seit dem 17. Jahrhundert pilgern Menschen aus dem benachbarten Holzgau (Tiroler Lechtal) zu den Lorettokapellen in Oberstdorf, dem südlichsten Ort Deutschlands.
Exerzitien sind ein Weg der geistlichen Vertiefung. Bei den Bergexerzitien führt dieser Weg durchs Gebirge. Das Gehen und Steigen ist ein integraler Teil der Exerzitien. Es erlaubt uns einen inneren Weg zu uns selbst zu finden, sich klarer darüber zu werden wer ich bin, wozu und wohin ich unterwegs bin, welche Ziele ich anstrebe – ein geistig, spiritueller Prozess der Selbstfindung.
Warum dazu in die Berge gehen, wo das Gehen anstrengender ist als in der Ebene?
Zum einen sind die Berge ein Ort, der sich in besonderer Weise für den Prozess einer spirituellen und damit immer schon existentiellen Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen Lebenswirklichkeit und Gotteserfahrung eignet. Denn der Weg der Selbstfindung ist häufig ein steiniger, anstrengender Weg, dies erfahren und erleben wir sinnbildlich beim Gehen im Gebirge. Zum zweiten ist das Steigen und lange Gehen eine Bewegung, die den Exerzitienprozess intensivieren kann. Zum dritten ist das Gebirge ein wundersamer Ort, der es ermöglicht, sich an der Schönheit der Landschaft und der Schöpfung zu erfreuen und die Gegenwart einer "anderen Wirklichkeit" zu spüren.
Der bewusste Ausstieg aus dem Arbeitsalltag mit seinen vielfältigen Anforderungen und Belastungen und aus dem gewohnten Umfeld schafft einen Raum zur Selbstreflektion und Einkehr bei sich selbst. Das bewusste Weglassen alltäglicher Gewohnheiten und Annehmlichkeiten schafft die Basis für tiefe Einsichten und Erkenntnisse.
Spirituell interessierte Menschen mit Führungsverantwortung, die einen Rahmen zum Innehalten und zur Innenschau unter geistlicher Anleitung suchen. Das Wochenende hat keinen missionarischen Anspruch, ist nicht konfessionsgebunden und für Männer und Frauen offen (max. 8 Teilnehmer).
Jeder Tag steht unter einem Thema, das gleichermaßen eine Station, eine Erfahrung oder ein Hindernis auf dem Weg durchs Gebirge und dem Weg der spirituellen Suche benennt (z. B. "Übergang").
Die Tage sind bestimmt durch das tägliche Gehen und Steigen. Zeiten des Alleinseins und Schweigens wechseln sich ab mit Zeiten des Gesprächs und der Begegnung. Texte, die davon erzählen, wie Menschen im Gebirge Gott gesucht haben, begleiten uns.
Themenschwerpunkte:
Alfons Holzer steht für ein tägliches spirituelles Gespräch zur Verfügung.
Die Teilnehmer sollten über solide Vorerfahrung im Bergwandern und entsprechende Ausrüstung verfügen. Der Pilgerweg erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit und führt über befestigte und markierte Wege.
Das lange Gehen in gemäßigtem Tempo ist wesentlicher Bestandteil des Zu-Sich-Kommens. Die tägliche Gehzeit bewegt sich zwischen 8 und 10 Stunden; die tägliche Aufstiegsleistung beträgt zwischen 1.000 und 1.200 Höhenmetern.
"Mich begeistert immer wieder auf dem Weg durchs Gebirge, wie sich unsere Lebenswege darin spiegeln. Wir steigen auf und wir steigen ab. Wir überwinden Übergänge. Wir bewegen uns auf schmalen Graten. Wir haben Gipfelerlebnisse. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Als weitere Besonderheit betrachte ich die Stille, der wir in diesem Raum der Berge begegnen. Diese Stille entschleunigt uns und lässt uns in einem Tempo gehen, dem unsere Seele folgen kann."