10.–14.10.2012
Beginn
10.10.2012, 17.00 Uhr
Ende
14.10.2012, 14.00 Uhr
Begleiter
Pater Dr. Theodor Lutz OSB und
Pater Alexander Hoppert OSB
Preis
1.300,– €
zzgl. 360,– €
Unterbringungspauschale
Dauer
4 Tage + Vorabend
Christina Kral-Voigt, Kundenberatung,
Tel. 0 83 94 / 9 10 – 4 15
E-Mail: seminare@mcsl.de
Unsere Besinnungs- und Einkehrtage veranstalten wir in Zusammenarbeit mit der Benediktinerabtei Ottobeuren. Die Abtei wurde um 764 gegründet und erlebte unter Abt Rupert II. Neß im 18. Jahrhundert eine Blütezeit. Sichtbares Zeichen dieser Jahre ist die mächtige barocke Klosteranlage mit ihrem Abschluss, der Klosterkirche, die eines der Hauptwerke des europäischen Barock darstellt. Nach der Auflösung des Klosters in der Säkularisation um 1802 ist Ottobeuren seit 1918 wieder selbständige Abtei und zählt heute 21 Mönche.
Mit den Besinnungs- und Einkehrtagen möchten wir einen höchst individuellen, geistigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten.
Im Vordergrund dieser Tage stehen die angeleitete Innenschau, die Selbstreflexion, der Dialog mit den spirituellen Begleitern und der Gedankenaustausch mit den anderen Seminarteilnehmern. Menschen mit Führungsverantwortung haben in diesen Tagen die Möglichkeit, eingebunden in den strukturierten Tagesablauf eines Klosters, in Ruhe und Zurückgezogenheit über ihre Führungsrolle und ihr Leben zu reflektieren.
Der besondere Ort eines Benediktinerklosters ermöglicht den Teilnehmern ein Innehalten und zur Ruhe zu kommen. Aus der Stille und Zurückgezogenheit lassen sich Kraft und Klarheit für den hektischen (Führungs-)Alltag mitnehmen.
Unternehmer und Führungskräfte, die eine klösterliche Atmosphäre zur Eigenreflexion suchen (max. 12 Teilnehmer).
Unter Anleitung der geistlichen Begleiter setzen sich die Teilnehmer in Vorträgen, Meditationen und Gesprächskreisen mit Themen aus dem Bereich des Umgangs mit Menschen auseinander, die in Bezug zur Regel des Heiligen Benedikt stehen. Diese Ordensregel bestimmt seit 1500 Jahren das Leben der benediktinischen Mönche und kann auch Führungskräften aus der Wirtschaft Orientierung und Sinn vermitteln.
Unsere Besinnungs- und Einkehrtage können nur von Männern besucht werden. Die Teilnehmer halten sich im Konvent der Benediktinerabtei auf und nehmen an den Stundengebeten der Mönche und an den Mahlzeiten im Refektorium teil.
Wir möchten den Teilnehmern gerne drei Impulse aus der Benediktregel für die Führungspraxis mitgeben: die Kunst zuzuhören, die Abschätzung von Maß und Ziel sowie die Erkenntnis, nicht herrschen, sondern dienen zu wollen. Der tiefere Sinn der Lautracher Besinnungs- und Einkehrtage besteht nicht darin, Menschen aus der Wirtschaft Ratschläge zu geben. Wichtig ist vielmehr, und darauf arbeiten das MCSL und wir wechselseitig hin, die Herausforderungen der Persönlichkeitsentwicklung spirituell anzufassen." (Auszug aus einem Interview)
"Ich darf es kurz auf den Punkt bringen: Dieses Seminar der ganz besonderen Art hat mir viel gegeben. Ich danke hiermit noch einmal sehr herzlich Pater Alexander Hoppert und Pater Theodor Lutz für Ihre Gastfreundschaft, Herzlichkeit und die vermittelten Inhalte."
"Aus meiner Sicht ein hervorragendes Seminar, das sehr gute Denkanstöße gibt. Herzlichen Dank nochmal an die Mönche, für deren Bereitschaft die Gruppe so nahe an sich heranzulassen."
"Organisation, Unterbringung, persönliche Begleitung und Verpflegung hervorragend. Ganz besonders die Offenheit der Mönche, uns an ihrem klösterlichen Leben und Tagesablauf teilnehmen zu lassen, hat alle meine Erwartungen übertroffen und wird für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben, was ich auf jeden Fall noch einmal wiederholen werde."
"Ein wunderbarer Seminarort, um zur Ruhe zu kommen. Die Tage wurden durch die beiden Mönche hervorragend begleitet. Anregungen, Reflexionen, Austausch – alles auf höchstem Niveau und immer übertragbar in den Führungsalltag."
"Das Ziel der Einkehrtage ist weniger die Vermittlung von Wissen über die Führung eines klösterlichen Betriebs, sondern die Erarbeitung von Kriterien, die einen Menschen befähigen, andere Menschen zu führen, mit ihnen "menschlich" umzugehen und sie als Persönlichkeit zu respektieren. Es geht also um die "Arbeit" an der eigenen Person.
Je nach Bereitschaft, sich auf die benediktinischen Kriterien für menschliches Handeln einzulassen, können Erfahrungen, die der Einkehrende macht, im unternehmerischen Alltag und natürlich darüber hinaus umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist stets die Reflexion über die Kriterien. Wie der Betreffende gewissermaßen das Ergebnis seiner Reflexion im Alltag umsetzt, muss er selbst entscheiden. Von vielen Teilnehmern hören wir später, dass sie vieles daran gesetzt haben, andere besser zu verstehen, einander besser zuzuhören, ihre Entscheidungen auf ein rechtes Maß zurückzuführen und zu den "eigenen Wurzeln" hinab zu steigen. Aber das sind natürlich nur einige wenige Ansätze."
Die Einbindung in das klösterliche Leben erfordert die Bereitschaft, sich auf einen ungewohnten Tagesrhythmus und auf eine ganz andere Lebensform einzulassen. Für die Teilnehmer wird daher vieles nicht gleich verständlich sein, aber manches vielleicht nachdenkenswert bleiben.